Bestandsaufnahme und -analyse der Selbstständigkeit bzw. geplanten Selbstständigkeit

Aktivierungs- und Beratungszentrum
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Grundsätzliche Informationen

Zielgruppe: Alle förderfähigen Personen nach SGB II und SGB III, die bereits selbständig tätig oder kurz davor sind und sich nicht sicher sind, ob ihr Unternehmen eine Perspektive hat. Ebenso Teilnehmende, die gern wüssten, ob weitere Investitionen an Zeit, Kraft und Geld noch lohnen sowie eine Unterstützung zur positiven Entwicklung ihrer Selbstständigkeit benötigen.

Zugangsvoraussetzung: Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die bereits selbstständig sind oder eine Selbstständigkeit planen und Unterstützungsbedarfe haben.

Maßnahmeziel: Dieses Coachingangebot hilft u. a. bei der Beantwortung folgender Fragen:
Welche Chancen hat mein vorhandenes bzw. geplantes Unternehmen unter den aktuellen Bedingungen am Markt?

  • Welche Kundengruppen kann ich vielleicht noch erschließen?
  • Was macht mein Unternehmen einzigartig?
  • Besitze ich die erforderlichen persönlichen und finanziellen Kapazitäten, um die aktuelle Krise zu überwinden?

Durchführungsart: Vollzeit und Teilzeit möglich. Einzelbetreuung in Präsenz.

Durchführungsort: Niedersachsen und Thüringen.

Dauer: 10 Ustd.

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Sie benötigen detailliertere Informationen zu unseren Themen? Rufen Sie uns gerne direkt an.

Niedersachsen: 0551 43 099

Thüringen: 03632 70 58 18

Niemanden erreicht oder ausserhalb der Geschäftszeiten?

Bestandsaufnahme und -analyse der Selbstständigkeit bzw. geplanten Selbstständigkeit

Schritt 1: Identifikation der unternehmensinternen Stärken und Schwächen

Folgende Leitfragen sollen mit dem Unternehmer bzw. Existenzgründer im Einzelcoaching geklärt werden:

Stärken
  • Worauf sind Sie stolz? Welche Erfolge konnten Sie feiern?
  • Welche Unternehmensprozesse erzielen die besten Resultate?
  • Welche Faktoren unterstützen diesen Erfolg besonders? Welches sind Ihre wichtigsten Marktleistungen? Welche Stärken oder Marktleistungen vermögen Ihre Marktposition auszubauen?
  • Was motiviert Sie?
  • Welche besonderen Fähigkeiten oder Stärken zeichnen Sie aus?
  • Was schätzen Ihre Kundinnen und Kunden an Ihnen besonders?
Schwächen
  • Welche Prozesse könnten besser laufen?
  • Welche Schwierigkeiten gibt es? In welchen Bereichen? Mit welchen Konsequenzen?
  • Welche Barrieren oder Störungen behindern Sie beim optimalen Prozessablauf?
  • Gibt es Situationen, in denen häufiger Spannungen, Konflikte etc. auftreten? Welche? Worin liegen die Ursachen?
  • Worin sind andere Unternehmen gegebenenfalls erfolgreicher? Wie gehen diese mit ähnlichen Herausforderungen um? Könnte man deren Lösungen möglicherweise übernehmen?

Schritt 2: Analyse der unternehmensexternen Chancen und Risiken

Um die Unternehmensanalyse auf ein sicheres Fundament stellen zu können, betrachten wir im Schritt 2 das Unternehmensumfeld. Mit Hilfe folgender Fragen unterstützen wir die Teilnehmenden, die sich bietenden Chancen zu erkennen, aber auch die potenziellen Risiken offenzulegen:

Chancen
  • Wo könnten Zukunftschancen liegen?
  • Welche Unternehmensbereiche könnten Sie ausbauen? Wie ist die Ausstattung der Geschäftsräume, des gesamten betrieblichen Anlagevermögens, gibt es hier Optimierungsbedarf?
  • Muss/kann ein gemeinsames Bankengespräch zur Regulierung der Verbindlichkeiten (Schulden) beitragen? (Analyse der finanziellen Situation vor/nach Existenzgründung)
  • Welche Optimierungsmöglichkeiten (Umsatz, Kosten, Liquidität) haben Sie?
  • Welche Branchentrends könnten Sie nutzen?
  • Was wird in Zukunft aus Kundensicht von Ihrem Unternehmen erwartet werden?
Risiken
  • Welche Risiken könnten Ihre Branche beeinflussen?
  • Auf welche Unternehmensbereiche könnten daher Schwierigkeiten zukommen?
  • Welchen Herausforderungen müssen Sie sich aufgrund von Entwicklungen bei Ihrer Konkurrenz stellen?

Schritt 3: Aggregation der gesammelten Informationen zur Analyse

Gemeinsam mit den Teilnehmenden führen wir nun in der SWOT-Analyse das Stärken-Schwächen-Profil mit dem Chancen-Risiken-Profil zusammen. Dies geschieht mit Hilfe einer einfachen zweidimensionalen Matrix. Die Matrix repräsentiert mit ihren beiden Achsen die Unternehmenssicht zum einen (Stärken und Schwächen) und die Umfeldperspektive zum anderen (Chancen und Risiken).

Schritt 4: Ableitung strategischer Handlungsempfehlungen

Aus den Zusammenhängen zwischen Stärken und Schwächen einerseits sowie zwischen Chancen und Risiken andererseits lassen sich nun allgemeine Handlungsbedarfe für die Teilnehmenden ableiten, zur Gründung, Erhaltung, Optimierung, Neuausrichtung oder Aufgabe der Selbständigkeit führen. Dabei versuchen wir, die vorhandenen Stärken und Chancen für die Teilnehmenden zu maximieren und gezielt gegen Schwächen und Risiken vorzugehen.

Um herauszufiltern, welche strategischen Handlungsempfehlungen sich für die Teilnehmenden anbieten würden, führen wir im Rahmen unserer Beratung folgende strategische Überlegungen:

Stärken-Chancen-Kombination (Ziel: Ausbau)
  • Welche Stärken passen zu welchen neuen Chancen? Wie können diese Stärken genutzt werden, so dass eine Nutzung der Chancen realisierbar ist?
Stärken-Risiken-Kombination (Ziel: Absicherung)
  • Welchen Risiken könnten mit welchen Stärken begegnen? Wie könnte der Teilnehmende die vorhandenen Stärken einsetzen, um bestimmte Risiken zu minimieren?
Schwächen-Chancen-Kombination (Ziel: Aufholen)
  • In welchen Bereichen könnten aus dem Abbau von Schwächen neue Chancen entstehen? Wie könnten Schwächen zu Stärken entwickelt werden?
Schwächen-Risiken-Kombination (Ziel: Vermeidung)
  • Worin liegen die Schwächen begründet? Wie kann man sein Unternehmen vor Problemen schützen, die bei Eintritt der Gefahren bzw. Risiken auftreten könnten?

 

Zur weiteren Konkretisierung der Unternehmensstrategie nutzen wir folgende Fragestellungen

  • Welche Geschäftsfelder sollen künftig wachsen?
  • Sollen weitere Geschäftsfelder gesucht werden?
  • Gibt es Bereiche, in denen die Geschäftstätigkeit künftig aufgegeben werden soll?
  • Welche Produkte bzw. Dienstleistungen sollen in welchen Mengen und in welchen Zeiträumen verarbeitet bzw. verkauft werden?
  • Wie wollen Sie die Angebote vermarkten?
  • Mit welchen Medien soll gearbeitet werden?
  • Welche Investitionen planen Sie?
  • Wie kann das Gründungskonzept/die Gründeridee optimiert werden?
  • Wie erfolgt die Gründungsfinanzierung?

Die Analyse der Ergebnisse wird individuell mit einer Empfehlung an den zuständigen Arbeitsvermittler nach Abschluss des Einzelcoachings erstellt.

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